Der Alte Friedhof von Buttstädt
destinatio planquadrat Nr. 1

Noch ist er ein wenig bekanntes Juwel im Weimarer Hinterland: Der historische Friedhof von Buttstädt. Manche nennen ihn Camposanto, weil die Renaissance-Anlage an italienische Vorbilder erinnert; vielleicht aber auch einfach wegen ihrer feierlich-heiteren Atmosphäre. Baugeschichtlich ist der von zwei lichtdurchfluteten Arkadenhallen gesäumte Begräbnisplatz ein enger Verwandter des bekannten Halleschen Stadtgottesackers und des Eislebener Kronenfriedhofs. Sein umfangreicher Bestand repräsentativer Grabmale der Renaissance, des Barock, des Klassizismus und der Romantik ist in der Region einzigartig. Seit Anfang der neunziger Jahre wird der Friedhof unter der Federführung eines örtlichen Fördervereins instand gesetzt.
Dass hier, im Schatten der Klassikerstadt Weimar, eine solche repräsentative Anlage entstanden ist, verwundert nur auf den ersten Blick. Über viele hundert Jahre war Buttstädt ein Zentrum des europäischen Vieh- und Pferdehandels. In der Zeit der Renaissance, in der die Stadt ihre größte Blüte erlebte, wurden die Arkaden des Camposanto errichtet. Der Aufstieg des Städtchens begann im Spätmittelalter, sein Niedergang kam mit der Eisenbahn, die die alten Handelswege überflüssig machte. Heute ist Buttstädt, dessen historisches Stadtzentrum neben dem Friedhof an vergangenen Glanz erinnert, ein beschaulicher, in einen tiefen Dornröschenschlaf versunkener Ort – und für Besucher Weimars und Erfurts ein lohnender Tagesausflug.
Für das Heft Der Alte Friedhof von Buttstädt hat der Autor Nils-Christian Engel die bisherige wissenschaftliche Erforschung des Friedhofs aufgearbeitet. Entstanden ist ein kleiner, reich bebildeter Führer, der mit dem Buttstädter Friedhof einen besonderen Ort erschließt.
Der Alte Friedhof von Buttstädt
destinatio planquadrat Nr. 1
Nils-Christian Engel
40 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen
14 x 15,4 cm
ISBN 3-938819-00-6
Artikelnummer 20010001
4,50 €
Leseprobe
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