USA stellen an grüner Grenze zu Kanada biometrische Erfassungsgeräte auf
Die Vereinigten Staaten von Amerika gehen neue Wege in der Sicherheitspolitik. Ab dem 31. September 2004 werden an der „grünen Grenze” zu Kanada vollautomatische Erfassungsgeräte aufgestellt, die Einreisewilligen eine Identifikation mit maschinenlesbaren Ausweispapieren ermöglichen. Zusätzlich sind die Terminals in der Lage, biometrische Daten zu erfassen, diese mit den Datenbanken von CIA und FBI abzugleichen und eine kurze Internetrecherche durchzuführen.
Wer sich in Zukunft ohne maschinenlesbaren Pass durch die betroffenen Gebiete bewegt, muss mit Verzögerungen beim Grenzübertritt rechnen. Denn dann leitet das unbemannte Terminal eine komplizierte biometrische Vermessung ein, die mehrere Tage dauern kann. Diese findet in einem beheizten Raum statt, der an die Fallgrube unterhalb der Erfassungsgeräte anschließt. Hier besteht auch die Möglichkeit, persönliche Daten online an die Behörden zu übermitteln, die sonst direkt aus den Buchungssystemen der Fluggesellschaften erhoben werden.
Pat Riot, Sprecherin des Ministeriums für Brüderlichkeit und Fortschritt, dementierte destinatio gegenüber, dass die USA mit dieser Maßnahme auf die anhaltende Kritik an den verschärften Einreisebestimmungen für Flugreisende reagierten. Ab dem 30. September 2004 werden an der Grenze auch von deutschen Reisenden, die die USA visafrei besuchen, Fingerabdrücke genommen. Diese Maßnahme wird damit begründet, dass die betroffenen Länder noch keine Ausweise mit biometrischen Daten ausgeben. Dagegen hatten alteuropäische Stimmen wiederholt vorgebracht, dass Terroristen ja nur eine längere Wanderung in Kauf nehmen müssten, um unbemerkt ins Land zu kommen.
Riot betonte, dass diese neue Art der Grenzsicherung eine wichtige Innovation sei, mit der die USA ihre Leistungsfähigkeit im Bereich Sicherheitstechnologie einmal mehr unter Beweis stellten. Auch anderen, befreundeten Staaten werde dadurch in Zukunft ermöglicht, bei denkbar niedrigem Personaleinsatz eine wirkungsvolle Einreisekontrolle zu implementieren. Nicht zuletzt sei dieser Erfolg auch ein Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit mit dem deutschen Tollwut-Concret-Konsortium, das wichtige technologische Beiträge geleistet habe.
Nach einer Pressemitteilung des Ministeriums für Brüderlichkeit und Fortschritt ist auch sichergestellt, dass der Grenzverkehr für Bären und andere heimische Tierarten wie gewohnt und ohne Behinderungen stattfinden kann. Während der monatelangen Tests hatte die Umweltschutzorganisation Greenpease immer wieder gemeldet, dass Großsäugetiere wegen ihres seltsamen Aussehens in die unterirdischen Vermessungskammern geraten waren. Einige von ihnen waren dort qualvoll verhungert, andere freuten sich über den nächsten Wanderer ohne Pass.
